Neue Clusterstrategie: Kräfte bündeln und gemeinsam antreten! Bonn, 09.03.2017

Bonn.realis beteiligt sich zusammen mit bio innovation park Rheinland am BMBF-Wettbewerb zur Internationalisierung von Spitzenclustern.

Am 9. März 2017 hat Bonn.realis e.V. gemeinsam mit bio innovation park Rheinland und vier weiteren Partnern aus der Region die Willenserklärung zur Teilnahme am BMBF-Wettbewerb "Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und anderen Netzwerken" unterzeichnet. Sie treten mit dem Vorhaben STEPS an: "Sustainable and Digital Transformation to manage Potential in Urban and Rural Regions and Global Agri-Food Chains" und verfolgen das Ziel, wissensintensive Dienstleistungen für die Agrar- und Ernährungswirtschaft und öffentliche Organisationen weiterzuentwickeln. Durch eine internationale Zusammenarbeit zu den Zukunftsthemen Nachhaltigkeit und Digitalisierung mit weltweit führenden Zielregionen soll ein herausragender Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Region und des Standorts Deutschland erzielt erbracht werden.

Branchenplattform SMART PORK stellt Ihre Technologie-Roadmap 2020 vor Bonn, 19.01.2017

Am Rande der Internationalen Grünen Woche 2016 gestartet- heute bereits Sprachrohr für die internationale Fleischwirtschaft.

Die Branchenplattform SMART PORK versteht sich als Katalysator bei der Umsetzung prioritärer Zukunftsaufgaben wie Digitalisierung für die grenzübergreifenden Wertschöpfungsketten in der Fleischwirtschaft.

Rückenwind bekommt die Initiative in diesem Jahr, da das Leitthema Digitalisierung von SMART PORK ab heute auch eindrucksvoll auf Erlebnisbauernhof praktisch demonstriert wird. Die Branchenplattform hat sich deshalb bei ihrem heutigen Treffen in Berlin als weiteres Ziel gesetzt, die Innovationskraft der Branche noch stärker zu fördern. Alle bisherigen Unternehmen innerhalb der Plattform haben bereits Mut zum unternehmerischen Handeln bewiesen und unter der Koordination von EQAsce als Netzwerkagentur die Basis für kreative neue Produkte und ICT gestützte Dienstleistungen in der Beratung von tierhaltenden Betrieben sowie von Schlacht- und Verarbeitungsbetrieben geschaffen. Hauptziele in diesem Jahr- so die Koordinatorin, Frau Dr. Susanne Lehnert, sind die Basis an innovativen KMU bundes- und europaweit insgesamt zu verbreitern und den Transfer von der Wissenschaft und Forschung in die Wirtschaft zu beschleunigen.

Das Zusammenführen von Entscheidungsträgern aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft mit innovationsstarken Unternehmen aus der ICT Branche konnte nur so schnell gelingen, da innerhalb des Clusters Bonn.realis seit sechs Jahren die Weichen für eine Technologie-Roadmap gestellt wurden, die sich an der Hightech-Strategie und dem Zehn-Punkte-Programm der Bundesregierung für den Mittelstand ausrichtet, kommentiert Frau Prof. Dr. Brigitte Petersen den rasanten Erfolg der Branchenplattform SMART PORK .

Studierende führen Kundenzufriedenheitsmessung durch Bonn, 5. Dezember 2016

Mit Stift und Papier sowie diversen Äpfeln bewaffnet, waren sieben Gruppen von Studierenden der Agrar- und Ernährungswissenschaft in den letzten Wochen auf der Suche nach Testwilligen für ein Kundenzufriedenheitsmessung mit Äpfeln. Die Fragebögen waren zuvor im Seminar als Teil der Übung des Pflichtmoduls „Qualitätsmanagement in der Agrar- und Ernährungswirtschaft“ im Rahmen des Masterstudiums erarbeitet worden. In den sehr anwendungsorientierten Übungen geht es beispielsweise darum, wie man eine empirische Studie aufbaut, welche Kriterien relevant sind, wie man die erhobenen Daten auswertet und wie man daraus Aussagen ableiten kann.

Getestet wurden drei verschiedene Apfelsorten: ein deutscher sowie ein polnischer Gala und eine regionale polnische Sorte (Ligol). Die polnischen Äpfel waren von einem dortigen Erzeuger gesponsert worden, der sich von den Ergebnissen der Befragung Ideen zur Weiterentwicklung und Rückschlüsse für sein eigenes Exportmarketing erhofft.  Insgesamt bewerteten 231 Probanden anhand der Fragebögen die Äpfel hinsichtlich Aussehen, Geruch, Textur, Geschmack und Größe. Der beliebteste war bei den Studierenden mit 37,2 % der deutsche Gala (Nr. 1). Auf dem zweiten Platz folgte der polnische Ligol (Nr. 3) mit 32,5%  Den Apfel mit der Nummer 2 (polnischer Gala) präferierten lediglich 15,2% der Probanden. Die restlichen 15,2% der Befragten gaben keine Vorliebe an. Da es sich um eine Doppelblindstudie handelte, wussten weder die Studierenden, die den Test durchführten, noch die Befragten, welche Sorte sich hinter den Nummern verbarg. So konnte eine objektive Befragung sichergestellt werden – für die Studierenden eine schöne Übung und beste Vorbereitung für das Berufsleben.

In Bonn haben Studierende der Agrarwissenschaften und Humanernährung seit 1996 die Möglichkeit, sich darüber hinaus über eine spezielle Modulkombination im Masterstudiengang und entsprechend darauf ausgerichteter Abschlussarbeit zum DGQ Quality Systems Manager Junior zu qualifizieren. In der Wirtschaft sind diese Absolventen gern gesehen, verfügen sie doch bereits über ein ausbaufähiges und anerkanntes Basiswissen im Bereich Qualitätsmanagement, das Hochschulabsolventen mit klassischem Ausbildungsgang nicht in gleichem Umfang vorweisen können. In Bonn wird seit 2016 zusätzlich zum nationalen Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ), auch die Europäische Erweiterung der Qualifikation durch die European Qualification Alliance (EQAsce) zum EQA Quality Systems Manager Junior angeboten.   .

Smart Services: Daten vom Erzeuger bis zu Handel und Verbraucher geschickt vernetzen Hannover, 16. November 2016

Plattform Smart Pork stellte neue Lösungen für die gesamte Kette vor

Unter Federführung des FoodNetCenters der Universität Bonn und der European Qualification Alliance (EQA) fand am Rande der EuroTier eine internationale Tagung zum Thema "Smart Services ­– Neue Herausforderungen, neue Lösungen" statt. Entlang der Wertschöpfungskette Schwein werden von der Zucht bis zum Schlachtband jede Menge Daten erfasst. Diese Daten lassen sich hervorragend für die Beratung, die Optimierung der Produktion und die Rückverfolgbarkeit der Waren nutzen. Voraussetzung ist allerdings, dass man sie dafür miteinander vernetzt, aufbereitet und für andere Anwender zugänglich macht. Hierfür werden so genannte Smart Services benötigt, intelligente Dienstleistungen, die speziell auf die jeweilige Nutzergruppe zugeschnitten sind.

Besonderer Handlungsbedarf besteht bei der Einführung einer unternehmensübergreifenden, kundenorientierten Qualitätspolitik mit klaren Aussagen zu Tierwohlleistungen, Regionalität und Nachhaltigkeit. Damit diese strategischen Ziele möglichst rasch und von sehr vielen Akteuren erreicht werden können, wurde im Januar dieses Jahres die Branchenplattform "SmartPork" gegründet, als Schnittstelle zwischen Entwicklern, Betreibern und Nutzern.

Vormittags berichteten internationale Referenten über innovative Werkzeuge und Transponder zur Datenerfassung sowie flexible Software-Plattformen zur Auswertung dieser Daten. Nachmittags ging es um die Verbesserung der Tiergesundheit sowie des Tierwohls auf Basis von Befunddaten, den Umgang mit großen Datenmengen sowie die Gewinnung aussagekräftiger Felddaten. Professor Dr. Brigitte Petersen, Initiatorin der Plattform fasste zusammen: „Auch in der fleischerzeugenden Kette brauchen wir konzertierte Aktionen für High-Tech-Strategien. Nicht nur Tierhalter sondern auch ihre Kinden brauchen praktikable Lösungen, um schnell zu entscheidungsrelevanten Daten für ihr Management zu kommen. Mit Smart Pork bieten hierfür die Plattform“.

Erste EQA-Zertifikate vergeben Bonn, den 2. Juli 2016

Am 2. Juli konnten durch Prof. Dr. Brigitte Petersen und Dr. Susanne Lehnert vom EQA Vorstand die ersten Zertifikate zum EQA Qualitätsmanager Junior vergeben werden. Studenten, die begleitend zu ihrem Studium der Agrarwissenschaften oder Humanernährung den DGQ Qualitätsmanager Junior absolviert hatten, erhielten erstmals auch das Zertifikat zum EQA Qualitätsmanager Junior und damit zeitgleich die internationale Anerkennung ihrer Leistungen. Die Verleihung fand im Anschluss an das Bonner Universitätsfest statt, das in diesem Jahr mit dem Internationalen Genossenschaftstag zusammenfiel, ein willkommener Zufall für die EQAsce als internationale Genossenschaft, wie Brigitte Petersen in ihren Grußworten betonte.

Im Anschluss erläuterte Susanne Lehnert Aufbau und Ziele der EQA und motivierte die Absolventen zu einer weiteren Qualifizierung im Sinne eines Leben-Langen-Lernens. Monika Fischer vom VDL-Landesvorstand NRW, der mit der PROFOB-Trainee-Börse die Möglichkeiten für Berufseinstieg und weiterer beruflicher Spezialisierung geschaffen hatte,  begrüßte das EQA Bildungskonzept. Da die Landesförderung für PROFOB weggefallen ist, bemüht sich der VDL zurzeit darum, ein interaktives Tool für Absolventen und Unternehmen am Markt zu installieren – eine Art Online-Kontaktbörse. Auch für Dr. Heinz-Anton Stelling stand das Thema Lebens-Langes-Lernen im Mittelpunkt seines Redebeitrags. Das vorgestellte Konzept für die Qualifizierung im agrarwissenschaftlichen Bereich von syrischen Flüchtlingen vor dem Hintergrund einer möglichen Integration bzw. Re-Integration diente als exemplarische Erweiterung der nachmittäglichen kleinen feierlichen Zertifikatsübergabe an die Absolventen.

Aus terminlichen Gründen konnten leider nur drei der sieben Absolventen ihre Zertifikate persönlich in Empfang nehmen, sie haben bereits eine Anstellung in einem Betrieb gefunden. Dies ist auch ein Beweis dafür, wie sehr die berufsqualifizierende Weiterbildung wie sie von der DGQ und der EQA angeboten wird, von Unternehmen wertgeschätzt wird.

Der Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes, Manfred Nüssel, hatte den Studenten aus diesem Anlass einige signierte und mit Widmung versehene Exemplare seines in Mitherausgeberschaft erschienenen Buches „Qualitätsmanagement in der Agrar- und Ernährungswirtschaft“ übergeben lassen.

Kühllogistik ist mehr als nur der Transport Bonn, 8. Juni 2016

Vom 6.-7.Juni fand zum nunmehr 6. Mal in Bonn der Internationale Kongress zum Kühlkettenmanagement statt, der in diesem Jahr erstmals im Universitätsforum tagte. Der Zuspruch war wie bei den vorherigen Veranstaltungen wieder überwältigend. Thematisch stand die Kühllogistik im Fokus der diesjährigen Veranstaltung.

Lebensmittel sind leicht verderbliche Waren. Ist die Kühlkette vom Produzenten zum Verbraucher an irgendeiner Stelle unterbrochen, führt dies zu Qualitätsverlusten oder gar zum Verderben der Waren. Nachhaltigkeit sieht anders aus. Deshalb unterstützt das Landesumweltministerium die Ziele des 6. Internationalen Kongresses zum Kühlkettenmanagement, nachdrücklich. Die Thematik sei untrennbar mit den globalen UN-Zielen verbunden, da Kühllogistik zu Abfallvermeidung, Nachhaltigkeit und damit letztlich zur Reduzierung des Hungers in der Welt beitrage, sagte Rolf Kamphausen vom Ministerium.

Die Herausforderungen seien insgesamt vielfältig, ergänzte Professor Judith Kreyenschmidt vom Ernährungswissenschaftlichen Institut der Uni Bonn, die den Kongress gemeinsam mit der Europäischen Fachhochschule in Brühl ausgerichtet hat. Deshalb reichten die Themenfelder, mit denen sich die mehr als 100 Teilnehmer aus 18 Ländern beschäftigten, von unterschiedlichen Umwelteffekten auf die Lagerung - selbst in entlegenen Erdteilen - bis hin zu speziellen Anforderungen von Obst, Gemüse und Fleisch an Herstellung, Transport und Lagerung. Einen wichtigen Beitrag zu sicheren und gesunden Lebensmitteln liefern auch innovative Technologien sowie intelligente Verpackungen mit RFID-Chips, die Auskunft über den Frischezustand der Ware geben sollen - also weg vom wenig aussagekräftigen Haltbarkeits- oder Herstellungsdatum hin zu einer Auskunft über den individuellen Zustand des Produkts.

Oberbürgermeister Ashok-Alexander Sridharan begrüßt Bonn.realis im Alten Rathaus der Stadt Bonn Bonn, 7. April 2016

(Bonn, den 7.4.2016) Grund ist der Start von zwei aktuellen Gemeinschaftsvorhaben, initiiert aus dem regionalen Cluster Bonn.realis e.V. heraus. Das Clustermanagement wird sich in den nächsten beiden Jahren zum einen auf die Teilnahme an der dritten Runde im BMBF Spitzencluster Wettbewerb vorbereiten und zum anderen einen Kongress zum Thema "Food Safety and Human Health" für 2018 planen und in Bonn veranstalten. Beide Projekte dienen dazu, die internationale Sichtbarkeit des Netzwerks über Europa hinaus deutlich zu erhöhen und die bestehenden Organisations- und Managementstrukturen zu stärken.

Der 2012 gegründete Verein ist ein gutes Beispiel dafür, wie es durch regionale Vernetzung gelingen kann, schneller als an anderen Standorten Lösungsstrategien für globale Herausforderungen einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion und Ernährungssicherheit zu entwickeln, so Dr. Hanns-Christoph Eiden, Vorstandsvorsitzender von Bonn.realis. Denn in der Wirtschafts- und Wissenschaftsregion Bonn haben sich Hochschulen, Wirtschaftsförderer, mehrere Bundeseinrichtungen und Verbände sowie ICT- und Dienstleistungsunternehmen als Mitglieder von Bonn.realis einer gemeinsamen Aufgabe gestellt: innovative hightech Lösungen für die Sicherung globaler Lebensmittelströme und öffentlicher Sicherheits- und Gesundheitsvorsorge-Systeme zu entwickeln.

"Wir haben mit dieser besonderen regionalen Clusterstruktur, die Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung verbindet, sehr gute Voraussetzungen mit den führenden Europäischen Innovationszentren mithalten zu können" schätzt Prof. Dr. Brigitte Petersen, Forschungskoordinatorin von Bonn.realis die Chancen für die weitere Internationalisierung des Netzwerks ein. Wie diese Positionierung im internationalen Wettbewerb sehr konkret aussehen kann, wird in einer Diskussionsrunde zwischen Mitgliedsunternehmen aus der Region und Experten aus Wissenschaft und Verwaltung deutlich.

Herr Hermann Wilhelmer von der Firma EITCO, Frau Bettina Hundt von ChainPoint, Herr Patrick Pongratz von SAS Deutschland, Herr Dr. Heiko Janssen von GS1 Germany und schließlich Frau  Dr. Susanne Lehnert von der European Qualification Alliance EQAsce sind sich einig, dass sie mit ihren Unternehmen die Treiber für die angestrebte Internationalisierungsstrategie sein werden. Für alle fünf Unternehmen aus dem Cluster Bonn.realis gewinnen internationale Partnerschaften bei der Umsetzung regionaler Innovationspotentiale in Markterfolge eine wachsende Bedeutung. Die von ihnen vorgestellten neuen Technologien und Bildungsangebote treffen auf sich immer rascher ändernde Kundenverhalten und die Dynamik globaler Märkte.  

Deshalb fordert die zunehmende Komplexität der Aufgaben insbesondere bei der Entwicklung von wissensintensiven Dienstleistungen im Qualitäts-, Risiko- und Krisenmanagement kurze Kommunikationswege innerhalb des Clusters und gleichzeitig den Ausbau der Möglichkeiten für eine effektive weltweite Zusammenarbeit. Der 18. Jour Fixe Termin stellt  somit auch einen Startpunkt dar, der die Internationalisierungsstrategie und das zukünftige Clustermanagement von Bonn.realis hierauf auszurichten.

Aktiv für den „One-Health“Gedanken - Gemeinsam gegen Antibiotikaresistenzen Bonn, 11. September 2015

Das Thema Antibiotikaresistenzen wird derzeit auf nationaler und internationaler Ebene intensiv diskutiert. Klar ist, eine Reduktion des Antibiotikaeinsatzes muss in der Verantwortung aller Beteiligten liegen. Deshalb setzt sich heute der neue „One Health“Gedanke“ zunehmend durch. „One Health“ wird dabei als integratives Management von gesundheitlichen Risiken betrachtet. Neu dabei ist, die fünf Komponenten menschliche Gesundheit, Gesundheit von Tieren, Umweltschutz, Lebensmittelsicherheit und internationaler Handel mit Agrarprodukten als einen komplexen Verantwortungsbereich von privaten und öffentlichen Organisationen zu sehen. Nur in interdisziplinären One-Health-Netzwerken wird es zukünftig gelingen, europa- und weltweit problemorientierte Lösungen zu erarbeiten, Daten auszutauschen und Investitionen in Forschung und Bildung voranzutreiben.

In gleich zwei Bonner Gemeinschaftsveranstaltungen am 15. und 16. September von FoodNetCenter der Universität Bonn, GIQS e.V sowie der noch jungen Europäischen Genossenschaft „European Qualification Alliance (EQA), steht die One-HealthThematik im Fokus. „Das Thema ist in diesem Herbst auf allen Ebenen aufgrund des G7-GipfelBeschlusses 2015 hoch aktuell“, so Prof. Dr. Brigitte Petersen, Initiatorin der Veranstaltungen. Zum fünften Mal werden am 15. September 2015 „Instrumente für das Risikomanagement von privaten und staatlichen Organisationen im Agrar- und Ernährungssektor (IRIS)“ von Experten beleuchtet. Diesmal steht die Frage des Mehrwerts einer kooperativen Zusammenarbeit in den vier Bereichen Wissensintegration, Informationslogistik, Kommunikation und Koordination im Sinne des One-Health-Gedankens im Mittelpunkt. Die Ergebnisse sollen der interessierten Fachöffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden, um weitere Entscheidungsträger und Stakeholder zu sensibilisieren. Gleichzeitig gilt der IRIS-Workshop als Auftaktveranstaltung zur Etablierung der Initiative GISKOHN ( German Initiative Sharing Knowledge of Health Networks), als Dachinitiative von in Deutschland noch wenig vernetzten Projektverbünden.

Beim Seminar am 16. September 2015 steht als ein weiteres wichtiges „One Health“-Thema die Umsetzung des von der WHO beschlossenen globalen Aktionsplans zur Reduktion von Antibiotikaresistenzen im Vordergrund. Längst hat sich in Fachkreisen die Erkenntnis durchgesetzt, dass Resistenzen nicht isoliert betrachtet werden dürfen, sondern im Sinne einer „One Health“-Strategie angegangen werden müssen. Aus den gemeinsamen Untersuchungsergebnissen leiten die Bonner Wissenschaftler Handlungsempfehlungen für die Praxis und Vorschläge für regulatorische Entscheidungen und geeignete Vorsorgemaßnahmen ab. Der Wissenstransfer aus der interdisziplinären Forschung hat das Ziel, die Zusammenhänge der Resistenzentstehung und -verbreitung anschaulich zu verdeutlichen, Wissen über die wichtigsten Instrumente zur Gestaltung von Monitoring-Maßnahmen zu vermitteln und Verantwortlichkeiten im Rahmen der Prävention, Steuerung und Kontrolle darzustellen.

Die EQA geht online Bonn, 2. September 2015

Bonn, 2.9.2015 - Am 2. Juni wurde in Bonn die European Qualification Alliance (EQA) als Europäische Genossenschaft gegründet. Das Ziel der EQA ist es, Aus- und Weiterbildungsprogramme, Lehrgänge und Seminarreihen, die speziell auf die Bedürfnisse der Agrar- und Ernährungswirtschaft im internationalen Kontext ausgerichtet sind, anzubieten. Bereits am 16. September findet ein erstes Seminar zur One-Health-Thematik statt. Speziell wird es dabei um die Problematik von übergreifenden Antibiotikaresistenzen gehen, also solchen, die sowohl human- wie veterinärmedizinisch immer stärker an Bedeutung gewinnen. Erste Kurse, die vor allem auf die Aus- und Weiterbildung von Qualitäts-, Sicherheits- und Krisenmanagern, aber auch von Auditoren sowie deren Assistenten und Assistentinnen abzielen, beginnen ab Oktober. Dann wird auch die EQA-Geschäftsstelle an der Universität Warschau ihre Arbeit aufnehmen. Seit dem 1. September ist die EQA Website online, und so sind jetzt auch sämtliche Leistungen und Angebote der Genossenschaft im Internet sichtbar. Die EQA verstärkt damit deutlich ihre Außenpräsenz und Wahrnehmung. Zunächst in deutscher Sprache, bereits im Oktober werden aber schon polnisch und englisch folgen, kurz darauf - mit dem Aufbau der spanischen Geschäftsstelle – auch die Internetpräsenz in spanischer Sprache.

Europäische Bildungsgenossenschaft gegründet Bonn, 2. Juni 2015

Bonn, 2. Juni 2015 - Mit der European Qualification Alliance (EQA) wurde am 2. Juni eine weitere international ausgerichtete Organisation in Bonn gegründet. Die in der Rechtsform einer Europäischen Genossenschaft gegründete EQA wird europaweit ein spezielles Aus- und Weiterbildungsangebot zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der Agrar- und Ernährungswirtschaft anbieten.„Der Bedarf an qualifizierten Führungskräften für das Qualitäts-, Krisen und Risikomanagement im europäischen Kontext wächst stetig ebenso wie die Nachfrage nach der Ausbildung von Systemmanagern und Auditoren“, so Prof. Dr. Brigitte Petersen, gewählte Vorstandsvorsitzende der EQA und des International FoodNetCenter der Universität Bonn.

Das Angebot
Personen, die als technische Assistenten diese Führungskräfte künftig wirkungsvoll unterstützen können, sind eine weitere Zielgruppe mit der die Sicherung des wachsenden Fachkräftebedarfs in diesem Sektor erreicht werden soll. Auch zahlreiche branchentypische, international ausgerichtete Standardgeber und Zertifizierungsstellen, sind daran interessiert, ihre Auditoren und ihr Fachpersonal durch eine solche Organisation weiterqualifizieren zu lassen. Das Engagement von EQA wird schwerpunktmäßig in den Bereichen akademische und berufsbegleitende Aus- und Weiterbildung für Fach- und Führungskräfte sowie der berufsorientierten Zusatzausbildung für Personen mit laufender oder abgeschlossener Berufsausbildung liegen. Der Leistungskatalog der EQA umfasst einzelne Module, die aufeinander aufbauen, aber auch sehr spezielle Dienstleistungen wie Public-Private-Partnership-Übungen im Krisenmanagement für den Agrar- und Ernährungsbereich. Die EQA wird Lizenzen für zertifizierte Lehrgänge in den Aktionsfeldern „Food Chain“, „Food Safety“, „Risk and Crisis Management“ und „Technical Assistance“ in Wertschöpfungsketten der Agrar- und Ernährungswirtschaft entwickeln und anbieten. Sie ist damit europaweit die einzige Organisation, die Qualifizierungsmodule in diesem Metier zur Verfügung stellt.

Aufbau der EQA
Zusätzlich ergänzen Prüfungsmodule zur Personenzertifizierung auf der Basis der EOQ (European Organization for Quality) das Angebot. Die Hauptgeschäftsstelle in Bonn übernimmt die Koordination der Seminarreihen, die Vergabe von Lehrgangsplätzen sowie die Verwaltung eines Dozenten-Pools und eines Lernenden-Pools. Die Geschäftsstellen in den jeweiligen Partnerländern (zunächst eine weitere an der Universität Warschau) sind für die Durchführung der Lehrgänge, Seminare und Prüfungen vor Ort zuständig. Für die offizielle Gründung der Organisation in Form einer Europäischen Genossenschaft hatte die Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG ihre Räumlichkeiten im Volksbank-Haus zur Verfügung gestellt.

Die Möglichkeit zur Gründung einer solchen Genossenschaft, auch Societas Cooperativa Europaea (kurz SCE) besteht seit  2006. Die SCE bildet auf europäischer Ebene das Gegenstück zu den nationalen genossenschaftlichen Rechtsformen in den Mitgliedstaaten. Die Mitgliederversammlung wählte zu Aufsichtsratsmitgliedern von Seiten der Wirtschaft: Dr. Kristian Möller (GLOBALGAP), Carlos Pineiro (Pigchamp), Herman Wilhelmer (EITCO GmbH), Christian Grütters (Veravis GmbH), Ulrike Praetz (Agrizert GmbH) sowie von Seiten der Bildungseinrichtungen aus Deutschland und Polen Prof. Dr. Rolf Ibald, Marek Marzek und Tadeusz Wojciechowski.

EQA Bonn-Berlin-Round-Table zu den Themen „One-Health“ und Antibiotikaresistenzen Bonn/Berlin, 2.November 2015

Die in diesem Sommer gegründete EQA (European Qualification Alliance SCE) hat die Themen One Health und Antibiotikaresistenzen gleich an die erste Stelle beim Start ihres Seminarangebotes gesetzt. „Denn die Gründungsmitglieder sehen bezüglich dieser Herausforderungen schon lange einen wachsenden Wissens- und Bildungsbedarf“ so die Vorstandsvorsitzende, Frau Prof. Dr. Brigitte Petersen. Da das EQA Gründungsmitglied, Firma EITCO, sowohl einen Sitz in Bonn als auch Berlin hat, bot es sich an, gemeinsam mit Experten und Forschungsgruppen aus beiden Städten die zukünftige Rolle einer verbesserten Aus- und Weiterbildung im Gesundheits- und Sicherheitsmanagement zu diskutieren. Klar ist, dass eine Reduktion des Antibiotikaeinsatzes nur gemeinsam gelingen kann, so die Vertreter von Wirtschafts- und Wissenschaftsverbünden. Eine Vielzahl unterschiedlicher Berufsgruppen mit Führungsfunktionen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft, dem Lebensmitteleinzelhandel und im Gesundheitswesen stehen heute vor der Herausforderung, die Ausbreitung antibiotikaresistenter Mikroorganismen in Tierbeständen, Lebensmittelketten, im Krankenhausbereich und in der Umwelt zu vermeiden. Deshalb setzt sich heute der neue „One-Health“-Gedanke bei allen Verantwortlichen zunehmend durch.

„One Health“ wird weltweit als integratives Management von gesundheitlichen Risiken betrachtet. Dabei werden die fünf Komponenten menschliche Gesundheit, Gesundheit von Tieren, Umweltschutz, Lebensmittelsicherheit und internationaler Handel mit Agrarprodukten als ein Komplex gesehen. Ein wichtiges „One-Health“ Thema, mit dem sich Politik, Wirtschaft und Wissenschaft derzeit auseinandersetzen ist die Umsetzung des von der WHO beschlossenen globalen Aktionsplans zur Eindämmung von Antibiotikaresistenzen. In den letzten Jahren haben sich sowohl in Bonn als auch Berlin interdisziplinäre Netzwerke gebildet, um lösungsorientiert zusammenzuarbeiten, Daten auszutauschen, Investitionen in Forschung und Bildung voranzutreiben, sowie Konzepte für ein nachhaltiges Gesundheitsmanagement zu entwickeln. Damit konnten das Wissen und das Verständnis über die Wirkung von Antibiotika im Umfeld von Mensch und Tier sowie die Resistenzdynamik wesentlich verbessert werden. Die Teilnehmer des 1. EQA-Round-Table waren sich einig, die Bonn-Berlin-Achse bei der Entwicklung von Kooperationen in Forschung und Lehre in diesem Bereich noch weiter auszubauen und weitere Gesprächsrunden folgen zu lassen.